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hajo 58 meint mit recht Folgendes:

25. Februar 2012

Ich möchte einmal kurz erklären was ich bin: ich bin kein Radikaler, kein Anarchist, kein Verschörungstheoretiker, kein Linker und erst recht kein Rechter. Ich bin nicht wirklich arm und nicht wirklich reich, ich gehöre zur „sogenannten Mittelschicht“. Durch meine Arbeit, habe ich das System lange mit am Leben erhalten und habe festgestellt, dass ich dabei gar nicht so glücklich bin, manchmal sogar ein bisschen depressiv. I
Ich gehöre zu all denen Systemtrotteln, die es schon lange statt haben, im Hamsterrad zu laufen und für all jenen, die vom System profitieren, den Deppen zu machen. Ich bin fast ein bisschen zornig und zwar deshalb, weil ich ständig angelogen werde, und keiner der Politiker, Politikerinnen den Mut hat uns die Wahrheit zu sagen, nämlich, dass uns das Wasser schon bis zum Hals steht und alle Systeme in einem künstlichen Wachkoma gehalten werden.
Ich bin zornig, weil diese Politmarionetten offenbar ihre Aufgaben vergessen haben, nämlich uns, dem Volk zu dienen, und nicht gemeinsam mit den „Märkten“, den Banken und den Konzerne über uns zu herrschen.
Und ich bin auch zornig, weil in der zweiten Reihe schon wieder die brauen Verführer warten und sich die Dummen greifen werden. Ich bin kein „Dummer“ ich bin einfach nur zornig, weil es in diesem Land keine wirkliche Pressefreiheit gibt, ich von abhängigen Medien mit geistigem Unrat oder Falschinformationen zu zugemüllt werde.
Ich bin zornig, weil unsere Kinder kein Bildungssystem haben, sie haben ein Ausbildungssystem. Und diese Ausbildungssystem treibt sie genau in die selben Hamsterräder, in denen ich schon drin war, und bei denen die Drehzahl auch noch mächtig erhöht wurde und sie atemlos dem Herzkasper entgegen hetzen.
Ich bin zornig, weil ich nicht am Ende meiner Tage an technische Geräte angeschlossen, durch Medikamente vergiftet, dahin vegetieren will um den Pharmakonzerne große Profite zu bescheren und so dem Bruttoinlandsprodukt zu dienen.
Ich bin zornig, weil ich endlich aufgewacht bin und festgestellt habe, dass ich als Spielroboter gehalten werde, und Maschinen diene, und ich in Wirklichkeit ein freies Individuum bin.
Aber am meisten ärgert es mich, wenn ich alle diese gleichgültigen und gutgläubigen Mitbürger sehe die den Profiteuren auch noch die Steigbügel halten und den Speichel lecken.

(gelesen am Samstag, den 25 Februar 2012 im Forum von SPIEGEL-Online zu einem Artikel von Sybille)

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One Comment
  1. Warum nicht die Quellen verlinken?

    Artikel von Sybille Berg im auf Spiegel-Online:
    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,816729,00.html

    Antwort von Hajo58 darauf:
    http://forum.spiegel.de/f22/anatomie-des-wut-menschen-wir-brauchen-den-hass-55128.html#post9708282

    Der Tet ist die bekannt „Wutbürger-Rede“ des österreichischen Kabarettisten Roland Düringer, hier z.B. auf Youtube:

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