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Die Mächtigen – ohnmächtig oder unwillig? oder: die Neue Verantwortungslosigkeit

25. Februar 2012

Das elektromagnetische Feld des Planeten Erde, dieses mediale Geschenk der Natur an die Menschheit, es ist – nach der so vieles Gute verheissenden Entdeckung der Elektrizität und der hierauf aufbauenden Elektronik und Digitalik – zur Hure der sich weltweit ausbreitenden Neuen Verantwortungslosigkeit geworden. Es gibt zwar auf unendlich vielen Kanälen mindestens alle Stunde einmal  Nachrichten in den verschiedensten Medienformaten, auditiv oder visuell, aber das hilft heutzutage nun keinem mehr weiter. Was hat der Normalbürger davon, das alle Sender einmal in der Stunde ihren Mix aus Unterhaltung und Werbung unterbrechen, um drei Minuten lang praktisch nichts mitzuteilen, als das eben alles beim alten bleibt und offensichtlich auch bleiben soll. Drei Minuten für drei typische Gedankenwellen, wie es schon generell die Vorschau ankündigt: Ein Satz zur Weltpolitik, ein Satz zum Sport und einen Satz zum Wetter. Das war es dann. Damit wird auch in der Demokratie, dieser westlichen Grossveranstaltung zur grundsätzlichen Augenauswischerei, dem Bürger ein Teilnehmen ohne Teilhabe suggeriert und angeboten, also vorenthalten.

Was hat der demokratisch stillgestellte Weltbürger von einer Weltmacht, wenn diese Weltmacht auch nicht mehr in der Lage ist, in einem umfassenden Sinne irgend etwas für alle Nützliches zu initiieren oder gar durchzusetzen. An so vielen nicht mehr überschaubaren sogenannten Brennpunkten, ein schrecklich entlarvendes Wort, bei dem der abgestumpfte Mensch schon nicht mehr zu zittern anfängt, geschweige denn sich zu empören, wenn er nicht gerade selbst unmittelbar betroffen ist, an so schrecklich vielen Orten auf diesen doch ach so klein gewordenen Planeten werden – wie zu Zeiten der tribalen Stammesgesellschaften im Kleinen – nun auch im Grossen und im scheinbar nicht zu unterbrechenden Dauerhaften Menschen abgeschlachtet, getötet, verwundet, in ihrer Existenz beeinträchtig, wenn nicht in allem sogar sozial vernichtet und aus einem normalen Leben ausgeschlossen. Niemanden scheint es zu geben, der ihnen Helfen kann.

Man halte sich vor Augen, wie viele internationale Grossorganisationen es gibt und wie viele Menschen in diesen Organisationen involviert und passabel beschäftigt sind und offensichtlich ihr gutes Auskommen haben auf Kosten der allgemein überall rigoros von den immer noch entscheidenden Staatsverwaltungen eingezogenen Steuern. Alle diese Menschen bewirken im konkreten Notfall gar nichts. Sie selber leben gut und sind geschützt, aber die Menschen an den erwähnten Brennpunkten, vor allem in Afrika, in vielen der sogenannten arabischen Ländern und in den grossen Flächenstaaten Asiens und Südamerikas, diese Menschen dürfen straflos und folgenlos verrecken.

Offiziell wird dies zwar heuchlerisch von allen und überall bedauert, aber das hilft ja keinem. Die einzelnen Staaten sind – bei aller internationalen Vernetzung – noch immer die eigentliche Hauptentscheidungsmaschine. Ein jeder dieser Staaten zieht sich seine Eliten heran, deren Ausbildung und Erziehung Unendliches kostet, Summen, die von der Masse der Menschen in den Staaten aufgebracht werden müssen und auch aufgebracht werden. Aber von all diesem Geld profitieren maximal zehn Prozent der Bevölkerungen, indem sie über den Grossteil der möglichen Ressourcen verfügen. Und ein Prozent der Weltbevölkerung unterjocht den gesamten Rest der Welt. Dieses eine Prozent stellt nicht nur alle demokratischen Regierungen, es stellt auch alle Diktatoren und Massenmöder und Kriegsverbrecher. Man kennt sie alle, aber sie dürfen ungeschoren handeln, wie sie es für richtig halten. Dass man sie vor einer internationalen Einrichtung tatsächlich zur Rechenschaft zieht, das brauchen diese Strolche nicht zu befürchten. Gut, ab und an wird mal einer dieser Verbrecher selber umgebracht in der Undurchschaubarkeit sogenannter revolutionärer oder eben bürgerkriegsähnlicher Ereignisse, aber sogar dies ist selten. Meistens entscheiden die Welteliten, wenn es dann gar nicht mehr anders geht und alle wirtschaftlichen Sanktionen aus undurchschaubaren Gründen auch nichts gefruchtet haben, dass die für all den Schlamassel Verantwortlichen – ohne sich tatsächlich verantworten zu müssen – heil und unversehrt und unter Mitnahme ihres in ihren Herrscherjahren auf Kosten der Bevölkerungen zusammengerafften und gestohlenen Vermögens irgend wo unbeschadet ins Exil gehen dürfen. Wie lange will die betroffene Weltbevölkerung sich diese Art Exile wirklich noch tatenlos antun lassen? Nicht einmal die Kirchen sind hier unschuldig, wie die Zeit nach dem Zusammenbruch des deutschen Hitlerreiches gezeigt hat. Da hat man ganz passabel es ermöglicht, mit Hilfe so vieler staatlichen, halbstaatlichen und auch der sogenannten caritativen Organisationen, das zumindest die zweite Reihe der Hauptverantwortlichen in südamerikanischen Ländern angeblich unerkannt untertauchen konnten, selbstverständlich von der wahren Weltmacht wohlregistriert und absolut inoffiziell gedeckt und vertuscht. Männer wie Wiesenthal oder Frauen wie Beate Klarsfeld mussten mit ihren geringen Mitteln jahrelang kämpfen, um wenigsten einige dieser Weltverbrecher ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Der nun wirklich wieder spektakuläre aktuelle und konkrete Fall in Syrien zeigt es doch uns allen deutlich: der Volksmund hat vollkommen recht, wenn er konstatiert, das eine Krähe der anderen eben doch immer noch kein Auge aushackt. Russland deckt die eine Sorte der Verbrecher, die USA decken die andere. Und dazwischen, die kleineren Länder und ihre sich ebenfalls so vollkommen unverantwortlich gebenden Regierungen, sie haben alle gleichermaßen – mal mehr, mal weniger – ihren spezifischen Dreck an ihrem Stecken. Keiner ist davon ausgenommen. Gerade die bravsten Länder, die sogenannten fleissigen Ländern, sie halten das internationale Morden in Gang als die grossen Waffenfabrikanten und Waffenlieferanten.  Die praktizierte Unmoral der Welt hat Ausmaße angenommen, wie sie die Weltgeschichte bislang nicht gekannt hat. Die Reichen dieser Welt haben sich es gut eingerichtet und die von ihnen mit Links beherrschten Massen, sie dürfen ruhig scheibchenweise, mal hier, mal dort, verrecken. Da gilt vollkommen mit recht die Ausdrucksweise der Stammtischsprache: das interessiert in dieser Welt keine Sau. Genau so ist es: Die Welt wird von Schafen bevölkert und von Schweinen regiert. Das soll – nach dem Willen der wahren Machthaber – auch auf ewig so bleiben. Niemand von den Betroffenen scheint zu wissen, was man pragmatisch, ohne selbst wieder zum Verbrecher zu werden, hiergegen unternehmen kann: ich auch nicht, so wahr mir Gott helfe.

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